Miele Fahrrad

Miele

Miele Milo

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Geschichte der Firma Miele

Das Unternehmen Miele wurde am 1. Juli 1899 im westfälischen Herzebrock von Carl Miele (1869–1938) und Reinhard Zinkann (1864–1939) gegründet. Der Betrieb begann mit elf Mitarbeitern in einer ehemaligen Korn- und Sägemühle. Zunächst wurden Milchzentrifugen gefertigt, im Jahr 1900 kamen Buttermaschinen hinzu. Auf der technischen Grundlage der Buttermaschine entwickelte Miele noch im selben Jahr die erste Waschmaschine.

1907 wurde der Betrieb mit nunmehr 60 Arbeitern aus dem kleinen Ort Herzebrock in eine ehemalige Pumpenfabrik in dem nahe liegenden größeren Gütersloh verlegt. Ab 1911 wurden Fahrräder gefertigt. 1914 war Miele die „Größte Spezialfabrik Deutschlands für Milchzentrifugen, Buttermaschinen, Wasch-, Wring- und Mangelmaschinen“. Mitten im Ersten Weltkrieg entschieden sich Carl Miele und Reinhard Zinkann 1916, ein Zweigwerk in Bielefeld zu bauen. Im neuen Werk wurden zunächst Milchzentrifugenteile und Elektromotoren hergestellt.

Im Jahr 1927 nahm Miele die Staubsaugerproduktion auf. 1929 stellte Miele die erste elektrische Geschirrspülmaschine Europas her. Ab 1930 wurden Motorräder gebaut. 1932 war Miele die größte Zentrifugenfabrik Europas. Im Zweiten Weltkrieg stellt Miele Steuereinheiten für Torpedos der Kriegsmarine her.

In den 1950er Jahren gehörte Miele zu den größten Motorfahrradherstellern Deutschlands. Zugunsten der schnell wachsenden Fertigung von Geschirrspülern und Waschautomaten stellte Miele 1960 die Produktion von Fahrrädern und Motorrädern ein. Zur Fertigung von gewerblichen Wäschereimaschinen und Melkanlagen erwirbt Miele 1965 ein Werk in Lehrte bei Hannover. 1969 begann Miele mit dem Verkauf von Küchenmöbeln. Zur Herstellung von Einbauküchen wurde 1973 im westfälischen Warendorf mit dem Bau eines Küchenwerkes begonnen, welches 1975 den Betrieb aufnimmt.

1982 erwirtschaftete die Miele-Gruppe einen Umsatz von 1.650 Millionen DM (844 Millionen Euro).

1986 erwarb Miele das auf Wäschepflegegeräte spezialisierte Unternehmen Cordes in Oelde-Lette mit einem Umsatz von etwa 65 Millionen DM und rund 400 Mitarbeitern. Das Werk wurde anschließend zur Miele-Backofenfabrik ausgebaut; der Unternehmensname (Firma) Cordes wird nicht weitergeführt.

1990 übernahm Miele das auf Einbaugeräte und Großkochanlagen spezialisierte Unternehmen Imperial in Bünde. Imperial hat zur Zeit der Übernahme etwa 650 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von rund 140 Millionen DM. Neben dem Stammwerk in Bünde gehörte zu Imperial auch ein Zweigwerk in Arnsberg, welches ebenfalls in die Miele-Gruppe eingegliedert wurde. Die Marke Imperial wurde neben Miele als Zweitmarke etabliert. 1999, im Jahr des einhundertjährigen Unternehmensjubiläums, war Miele die meistverkaufte Marke im deutschen und europäischen Elektrofachhandel.

2004 verstarb der geschäftsführende Gesellschafter Rudolf Miele (1929–2004); sein Partner Peter Zinkann (* 1928), ebenso wie Rudolf Miele ein Enkel der Unternehmensgründer, zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück. Mit ihren Söhnen Markus Miele (* 1968) und Reinhard Zinkann jun. (* 1959) ist nunmehr die vierte Generation der Gründerfamilien in der Geschäftsführung tätig.

Im Jahr 2005 gab Miele die Produktion von Küchenmöbeln auf und verkaufte das Küchenwerk in Warendorf an den schweizerischen Bauausrüster und Küchenhersteller Arbonia-Forster. Die Küchensparte erzielte lediglich zwei Prozent des Gesamtumsatzes der Miele-Gruppe. Das Kunststoffteilewerk in Warendorf verblieb im Besitz des Unternehmens. Zum Jahreswechsel 2005/2006 wurde schließlich die Marke Imperial eingestellt. 2007 wurde Miele die Auszeichnung „Beste Unternehmensmarke“ nach dem aktuellen GfK-Markenranking verliehen.

(Quelle: Wikipedia)